Internationaler Tag der Pflege

Sozialminister Klose: „Wir erschließen neue Zielgruppen, setzen auch auf ausländische Fachkräfte und verbessern die finanziellen Rahmenbedingungen“
 
 
Der 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. „Das ist ein weiterer wichtiger Anlass, um auf die Bedeutung der Menschen hinzuweisen, die in Pflege- und Gesundheitsberufen tätig sind. Sie arbeiten seit Beginn der Corona-Pandemie unter deutlich erschwerten Bedingungen und leisten täglich Großartiges. Dafür danke ich ihnen herzlich“, so der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.
Die Landesregierung arbeitet intensiv daran, dass sich die personelle Situation im Pflege- und Gesundheitsbereich in Hessen weiter und nachhaltig entspannt: Über 200 Initiativen praktizieren Fachkräftesicherung mit besonderem Fokus auf den Bereich Pflege. Beispielhaft genannt seien hier die Fachkräftekommission Hessen, das Bündnis Ausbildung Hessen, der Aktionsplan „Starkes Land – gutes Leben“, der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt, die Initiative Hessen „Beruf und Pflege vereinbaren“, der Ausbau der Kinderbetreuung sowie die Stabsstelle Fachkräftesicherung in Hessen neben vielen weiteren Maßnahmen in Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Regionen.
 
Die Bemühungen tragen Früchte: Laut der alle zwei Jahre erhobenen Pflegestatistik lag der Zuwachs an Beschäftigten in der Altenpflege in Hessen zuletzt stets über dem Bundesdurchschnitt. 2019 waren demnach 55.158 Personen in der ambulanten und stationären Langzeitpflege beschäftigt, was im Vergleich zu 2017 eine Steigerung von 7,6 Prozent bedeutete (Bundesdurchschnitt: 4,2 Prozent). Auch die Ausbildungszahlen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Altenpflegehilfe und Krankenpflegehilfe steigen in Hessen seit Jahren kontinuierlich an – von 2017 auf 2019 gar um 20,7 Prozent auf 4.418 Azubis (Bundesdurchschnitt: 9,4 Prozent).
 
Ein weiterer Anreiz, sich für einen Pflegeberuf zu entscheiden, wurde offenkundig mit der neuen Pflegeausbildung geschaffen: Alle Pflegeschulen, die seit 2020 Ausbildungsplätze anbieten, berichten über eine im Vergleich zu den Vorjahren gestiegene Nachfrage. „Damit ist die Befürchtung, die Ausbildungszahlen würden massiv einbrechen, in Hessen nicht eingetroffen. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass das Hessische Ministerium für Soziales und Integration eine Arbeits- und Umsetzungsstruktur zur Implementierung der neuen Pflegeausbildung geschaffen hat, die alle Ausbildungspartner frühzeitig einbindet und die Vernetzung fördert“, sagt Minister Kai Klose. „Der Fachkräftebedarf wird aufgrund der zurückgehenden Zahl von Schulabgängern und sich abzeichnenden Renteneintritten von Fachkräften aller Branchen aber nicht durch Ausbildung allein zu decken sein. Deshalb setzt Hessen auch auf die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte und die Erschließung neuer Zielgruppen für die Pflegeausbildungen“, so Klose weiter.
 
„Grundsätzlich würde auch eine Verbesserung und Vereinheitlichung der finanziellen Rahmenbedingungen zu mehr Wertschätzung beitragen und weitere Anreize schaffen. Hier besteht nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf auf Seiten der Tarifpartner. Ich bedauere in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es bisher nicht zu einer Allgemeinverbindlichkeitserklärung eines Pflegetarifvertrags gekommen ist“, sagt der Minister.
 
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