AWO-Seniorenzentrum Eschwege. Außenaufnahme 2019

Foto: Christian Heller/nh

In Würde alt werden

50 Jahre AWO-Seniorenzentrum Eschwege 

Eschwege, 3. September 2019. Am 1. September dieses Jahres kann das AWO-Seniorenzentrum Eschwege auf 50 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Bei der offiziellen Einweihung am 5. September 1969 sagte der damalige Hessische Minister für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen, Heinrich Hemsath: „Ich wünsche mir, dass dieses Haus stets eine Heimstätte freier Menschen sein möge. Sie sollen sich hierin nicht als Insassen einer sozialen Einrichtung, sondern als freie Bürger eines freien Landes fühlen“. Damit knüpfte er an die Grundsätze der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an: Hilfe zur Selbsthilfe, Solidarität, Freiheit und Selbstbestimmung.

Der damalige zweite Vorsitzende des AWO-Bezirksverbands Hessen-Nord, Reinhard Knauf, betonte das Ziel, betagten Menschen ein Leben zu bieten, wie es ihrer Würde entspreche.

„Das hat sich in den letzten 50 Jahren nicht geändert“, sagt Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO-Nordhessen. „Wir wollen es alten Menschen ermöglichen, solange es geht selbstbestimmt zu leben. Die Senioren und Seniorinnen in den 145 Wohnungen unserer beiden barrierefreien Wohnanlagen in Eschwege ‚Döhlestraße‘ und ‚Alte Brauerei‘ Cyriakusstraße, erhalten so viel Unterstützung, wie sie benötigen, um ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Sei es durch Einkaufshilfen und Reinigungsdienst oder mit pflegerischer Unterstützung durch unseren eigenen ambulanten Pflegedienst ‚AWO-Mobil Eschwege‘. Das verstehen wir unter ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘.“ Sollte der Pflegebedarf größer werden, haben die Bewohner und Bewohnerinnen die Möglichkeit, ohne örtliche Umgewöhnung in das benachbarte Pflegeheim zu wechseln. „Im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen bestimmen zwei Leitlinien unsere Arbeit: Qualifizierte Pflege nach gesicherten Pflegestandards und Orientierung an den Bedürfnissen jedes Einzelnen. Für jeden der uns anvertrauten Menschen entwickeln wir ein persönlichkeitsorientiertes Pflege- und Betreuungskonzept. Dabei beziehen wir die Angehörigen mit ein,“ ergänzt Christian Heller, Leiter des AWO-Seniorenzentrums Eschwege. 

Am 7. September feiert das Seniorenzentrum mit seinen Bewohnern und Bewohnerinnen, ihren Angehörigen und geladenen Gästen sein 50jähriges Jubiläum.

 

Rückblick

Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 1.9.1969 das Alten- und Pflegeheim der AWO in Eschwege in Betrieb genommen. Es standen 72 Plätze für das Altenheim, 12 Plätze für sogenannte Vorpflege und 30 Plätze für Pflege zur Verfügung. 1967 war bereits das Wohnheim mit 103 seniorengerechten Wohnungen errichtet worden.

1992 wurden zusätzlich sechs Plätze für Kurzzeitpflege und eine Tagesgruppe für ältere demente Senioren eingerichtet, damals für Eschwege das einzige Angebot dieser Art. Die Folgejahre standen unter dem Zeichen von Modernisierung, Erweiterung und Instandsetzung. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Wohnqualität, der Barrierefreiheit und des Brandschutzes mit einem Investitionsvolumen von rund 2,5 Millionen DM. 2003 erfolgte der Anbau von 15 Einzelzimmern mit Dusche/WC und die Umwandlung von bisherigen Doppelzimmern in Einzelzimmer. Seit 2005 wurden Nachmittags-Betreuungsgruppen für demente Bewohner und Bewohnerinnen eingerichtet. Vier Jahre später bot eine Tagesstätte eine neue Form der Betreuung. 2017 entstand eine weitere Wohnanlage mit 42 barrierefreien Wohnungen. Für die Wohnanlage „Alte Brauerei“ hat die AWO 5,4 Millionen Euro investiert.

 

Heute

Das AWO Seniorenzentrum Eschwege hat aktuell 124 Plätze in 98 Einzelzimmern und 13 Doppelzimmern im Alten- und Pflegeheim, 12 Kurzzeitpflegeplätze, vier integrierte Tagespflegeplätze und einen Nachtpflegeplatz.

Eingebettet in Garten- und Parkanlagen in der Nähe zur Innenstadt von Eschwege bietet das AWO Seniorenzentrum stationäre Pflege, Kurzzeitpflege und Kliniknachsorge sowie Tages- und Nachtpflege. Zu den pflegerischen und therapeutischen Angeboten zählen u.a. Biografiearbeit, psychosoziale Begleitung und Beratung, Ergo- und Physiotherapie, Bewegungsförderung, Wundmanagement, Ernährungsberatung, Sturzprophylaxe und spezielle Förderung und Betreuung von Menschen mit Demenz.

Zwei Wohnheime in unmittelbarer Nachbarschaft des AWO-Seniorenzentrums bieten 145 altengerechte Apartments mit eigener Kochnische und Bad sowie 24-Stunden-Hausnotruf, Gartenanlage mit Pavillon.

Ausgehend von den Wohnanlagen werden seit 2018 die Angebote im Rahmen eines sogenannten  Quartiersprojekts geöffnet, um Menschen des Stadtteils zu unterstützen und einen Ort der Begegnung zu schaffen.

 

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