AWO in Gladenbach bietet zusätzliche Unterstützung durch mehr Fachvorträge

Vernetzung zwischen Quartier, Pflegezentrum und Regionalverein erfolgreich gestartet

Gladenbach. Mit einem ersten Fachvortrag im Pflegezentrum der AWO in der Kehlnbacher Straße wurde in der vergangenen Woche die neue Kooperation zwischen dem Quartier, dem Pflegezentrum und dem Regionalverein der AWO-Nordhessen besiegelt.

Für den Start hatte Ralf Alexander Becker, 1. Vorsitzender des AWO- Regionalvereins, bereits den ersten Experten für Gladenbach gewinnen können. Zu dem Thema: „Elternunterhalt-Kinder sind für ihre Eltern da“ referierte Uwe Pöppler, Fachbereichsleiter Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Uwe Pöppler erklärte eingangs seines sehr interessanten Vortrags, dass aufgrund einer gesetzlichen Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch Verwandte in gerader Linie verpflichtet sind, einander Unterhalt zu gewähren. Daher sind grundsätzlich auch Kinder gegenüber ihren Eltern verpflichtet, diesen Unterhalt zu gewähren, sofern deren Einkommen und Vermögen und etwaige Zahlungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen. Allerdings seien seit einer Gesetzesänderung Angehörige nur dann zur Zahlung verpflichtet, sofern deren Einkommen 100.000, -- € brutto im Jahr übersteigt.

Spannend und aufschlussreich für die Anwesenden war auch der Hinweis von Uwe Pöppler hinsichtlich der Frage, ob zum Beispiel ein Einfamilienhaus der Eltern in Fällen eines nicht ausreichenden Einkommens vor dem Zugriff des Sozialamtes sicher sei. Um daher z.B. ein Haus dauerhaft vor dem Zugriff des Sozialamtes zu schützen, seien laut Pöppler viele Eltern bestrebt, ihr Haus noch zu Lebzeiten auf die Kinder zu übertragen. In diesen Fällen müsse aber Beachtung finden, dass unter Umständen eine Rückforderung einer solchen Schenkung von Seiten des Sozialamtes betrieben werden kann, sofern sie noch keine zehn Jahre zurückgelegen hat.

Im Anschluss des einstündigen Vortrags hatten die Besucher*innen noch die Möglichkeit detaillierte Fragen zu stellen.

Kevin Becker, Einrichtungsleiter des Pflegezentrums freut sich, wenn auch in Zukunft wieder die Räume des Pflegezentrums nicht nur von den eigenen Bewohner*innen genutzt werden, sondern er auch externe Gäste wieder willkommen heißen kann. Dies macht ein separater Eingang trotz der schwierigen Pandemie-Zeiten möglich.

Auch Quartiersmanagerin Andrea Dörr-Silvestri sieht den zukünftigen Fachvorträgen positiv entgegen und begrüßt die gute Vernetzung mit dem Regionalverein und dem Pflegezentrum. „In Gesprächen mit den Bürger*innen dieser Stadt, hat sich herausgestellt, dass mehr Beratungen und Informationen rund um das Thema Pflege und älter werden gewünscht wird“, so die Dipl.-Sozialarbeiterin. „Umso wichtiger ist es, dass die AWO-Nordhessen in Gladenbach durch die Quartiersarbeit jetzt noch mehr Bedarfe abdecken kann.“

Im Hinblick der wieder ansteigenden Infektionszahlen wird allerdings der nächste Fachvortrag per Videokonferenz stattfinden. Diesmal führt die Arbeiterwohlfahrt Nordhessen in das Thema Resilienz ein. „RESILIENZ – Die eigene Kraft (er)kennen“ heißt es am Dienstag, 7. Dezember 2021, um 17 Uhr. Mit einem Impulsvortrag eröffnet Monica Mary Heil, Psychologin und Trainerin im Bereich Gesundheitsprävention, das Thema Resilienz mit anschließender Anleitung zur Selbstreflexion und Mini-Workshop.

Anmeldungen sind ab sofort im Quartiersbüro in der Marktstraße 32 persönlich, telefonisch oder per mail möglich: andrea.doerr-silvestri@awo-nordhessen.de Telefon: 0151.74119977


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