„Alles, was ich hier erleben darf, bringt mich in meinem Arbeitsleben weiter“
Das Traineeprogramm der AWO Nordhessen bereitet engagierte Pflegefachkräfte gezielt auf Leitungsaufgaben vor. In einem strukturierten Rahmen sammeln sie praktische Erfahrungen, entwickeln Führungskompetenzen und wachsen persönlich wie fachlich über sich hinaus. Dieses Angebot ist in der Pflegebranche einmalig – und ein starkes Zeichen für die Zukunft der professionellen Pflege.
Sandra Krümpel ist Trainee zur Pflegedienstleitung in den AWO-Altenpflegezentren Lohra und Gladenbach. Wir haben sie zu ihren Erfahrungen befragt.
Was hat Sie dazu bewegt, bei der AWO Nordhessen Ihr Traineeprogramm zu starten?
Nachdem ich meine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung (PDL) abgeschlossen hatte, fühlte ich mich noch nicht bereit, eine Stelle als PDL zu übernehmen. Ich habe durch meine bisherigen Arbeitsverhältnisse nur wenig praktische Führungserfahrung als stellvertretende PDL - und auch die theoretischen Kenntnisse durch die Weiterbildung sind für mich nicht ausreichend, um schon als PDL zu arbeiten.
Durch das Trainee-Programm zur Pflegedienstleitung erhoffe ich mir mehr theoretisches Wissen und praktische Erfahrung in allen Arbeitsbereichen der PDL-Stelle zu sammeln.
Was war Ihr bisher schönster oder überraschendster Moment in den ersten Wochen?
Ich habe von Anfang an nur gute Erfahrungen gemacht. Der Empfang durch das Leitungs- und Pflegeteam war sehr herzlich und ich wurde sehr schnell integriert. Ich habe das Gefühl ein fester Bestandteil des Teams zu sein, obwohl meine Einsatzzeit nur begrenzt ist. Ich werde in alle Vorgänge einbezogen und erhalte viele Informationen. Mir werden Aufgaben übertragen, so dass ich mich tatsächlich als Teil des Ganzen sehe und nicht nur ein „Mitläufer“ bin.
Welche Fähigkeiten oder Interessen bringen Sie mit, die man vielleicht nicht sofort erwartet?
Ich habe bereits eine Palliative-Care-Qualifikation während meiner Tätigkeit in einem Hospiz abgeschlossen und habe hier ein besonderes Augenmerk auf die Bewohner in der letzten Lebensphase.
Auch privat interessiere ich mich sehr für die Aromatherapie, die auch in der palliativen Versorgung Anwendung finden kann, und habe hierzu ebenfalls bereits Kurse belegt und mich auf privater Ebene weitergebildet.
Durch meine Arbeit in einem Wundzentrum bringe ich einige Kenntnis in der Wundversorgung mit und kann den Pflegekräften beratend zur Seite stehen.
Worauf freuen Sie sich besonders in den kommenden Monaten Ihrer Traineezeit?
Ich freue mich auf alles, was da kommen mag. Alles, was ich hier erleben darf, bringt mich in meinem Arbeitsleben weiter. Egal ob positiv oder negativ – es ist alles eine Erfahrung.
Welche Herausforderung sehen Sie für sich – und wie gehen Sie damit um?
Ich sehe keine großen Herausforderungen für mich. Ich werde bei allen Aufgaben und Projekten gut begleitet, meine Fragen bleiben nie unbeantwortet und Kritik findet sachlich statt. Wenn mir Aufgaben übertragen werden, werden mir diese gut erklärt und im Anschluss überprüft. Ich erhalte Feedback und kann jederzeit Rückfragen stellen.
Vielen Dank für das Gespräch!