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Eröffnung des ersten Vertretungsstützpunkts für Kindertagespflege in Kassel
09. Juni 2026
Die Kindertagespflege in Kassel wird gezielt weiterentwickelt.

Mit dem ersten Vertretungsstützpunkt für Kindertagespflege entsteht in Kooperation zwischen der Stadt Kassel und der AWO Nordhessen ein neues, verlässliches Betreuungsangebot für Familien. Erste Erfahrungen durften wir bereits mit unserer Vermittlungsstelle in Baunatal sammeln.

Der neue Vertretungsstützpunkt im Stadtteil Kirchditmold richtet sich an Kindertagespflegepersonen in den Stadtteilen Kirchditmold, Harleshausen, Vorderer Westen und Jungfernkopf. Ziel ist es, die Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren auch dann sicherzustellen, wenn die reguläre Kindertagespflegeperson krankheitsbedingt ausfällt.
Bürgermeisterin Nicole Maisch betont:  „Mit dem ersten Vertretungsstützpunkt schaffen wir ein neues familienfreundliches Angebot zur Sicherung des Vertretungsanspruchs in der Kindertagespflege.“
Im Vertretungsfall können Kinder bis zu 14 Tage am Stück und bis zu 6 Stunden täglich betreut werden. Damit wird eine zentrale Versorgungslücke geschlossen und Familien erhalten mehr Planungssicherheit im Alltag.

Sanfte Eingewöhnung als zentrales Konzept
Ein besonderer Fokus liegt auf der behutsamen Eingewöhnung der Kinder. Durch regelmäßige wöchentliche Besuchskontakte lernen Kinder frühzeitig die Räumlichkeiten, die Vertretungskraft sowie den Tagesablauf kennen. Carina Ruhe, Fachdienstleitung Kindertagespflege der Stadt Kassel, erklärt:  „Die Kinder bauen Vertrauen auf und erleben den Übergang im Vertretungsfall möglichst stressfrei.“

AWO Nordhessen als Träger des Pilotprojekts
Der Vertretungsstützpunkt wird von der AWO Nordhessen betrieben. Die Stadt Kassel stellt die Räumlichkeiten sowie finanzielle Mittel bereit. Auf rund 80 Quadratmetern stehen kindgerecht eingerichtete Räume zum Spielen, Schlafen und Essen zur Verfügung. Eine qualifizierte Kindertagespflegeperson ist fest als Vertretungskraft angestellt.

Pilotprojekt mit perspektivischer Ausweitung
Es handelt sich um ein Pilotprojekt für die Stadt Kassel. Amtsleiterin Antje Kühn sieht großes Potenzial:  „Wenn sich das Konzept bewährt, sind weitere Vertretungsstützpunkte in anderen Stadtteilen denkbar.“ Bereits jetzt kooperieren vier Kindertagespflegepersonen mit dem neuen Angebot. Die Tagesmütter Vivian Gilch und Kerstin Kaiser beschreiben die Entlastung: „Der Vertretungsstützpunkt nimmt den Druck im Krankheitsfall und sorgt für mehr physische und psychische Entlastung. Gleichzeitig stärkt er die Professionalität der Kindertagespflege.“

Foto: Nicole Maisch (Bürgermeisterin, Leitung Dezernat für Jugend, Gesundheit, Bildung und Chancengleichheit), Anke Hemmerle-Eckhardt (Bereichsleitung Kindertagesstätten der AWO Nordhessen), Carina Ruhe (Leitung Fachdienst Kindertagespflege), drei kooperierende Tagesmütter, Melanie Schön (Teil der Geschäftsführung der AWO Nordhessen gGmbH), eine weitere kooperierende Tagesmutter, Yvonne Albrecht (unsere Kindertagespflegeperson im Vertretungsstützpunkt) 
 

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