Frau Schenk, Sie waren zuvor 35 Jahre lang Köchin. Was hat Sie dazu bewogen, noch einmal ganz neu anzufangen?
Schenk: Ich wollte schon lange mehr mit Menschen arbeiten, die Unterstützung benötigen. Deshalb habe ich zunächst eine Hospitation in der Alltagsbegleitung gemacht. Das hat mir sofort gefallen und mich bestärkt, diesen Weg zu gehen. Anfangs war ich noch mehr in der Alltagsbegleitung eingesetzt, habe aber parallel bei der AWO in Burghaun die Qualifizierung zur Betreuungskraft absolviert.
Seit wann arbeiten Sie nun im AWO-Seniorenheim Eichenzell – und wie fühlen Sie sich damit?
Schenk: Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier – und ich bereue keinen einzigen Tag. Die älteren Menschen sind so dankbar. Ich gehe wirklich jeden Tag gern zur Arbeit.
Wie ist das Betreuungsteam bei Ihnen aufgestellt?
Schenk: Wir sind ein Team von vier Betreuungskräften. Wir arbeiten eng zusammen und unterstützen uns gegenseitig.
Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer Arbeit?
Schenk: Mein Highlight ist, wenn mich eine Bewohnerin spontan umarmt oder ein Bewohner sagt: „Es ist so toll, dass Sie da sind und dass Sie sich Zeit nehmen!“ Das geht direkt ins Herz.
Welche Aufgaben übernehmen Sie in der Betreuung?
Schenk: Ich kann hier sehr viel gestalten. In der Einzelbetreuung mache ich zum Beispiel Gedächtnistraining oder führe Gespräche. In der Gruppe spielen wir zusammen, feiern Feste – wie Fasching – oder trainieren mit Fühltaschen. Die Abwechslung gefällt mir sehr.
Wie unterstützt die AWO Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung?
Schenk: Die AWO bietet wirklich gute Fortbildungen speziell für Betreuungskräfte an. Davon profitieren wir sehr und können unser Wissen laufend erweitern.
Was bedeutet Ihnen Ihr Beruf persönlich?
Schenk: Mein Job ist ein Herzensanliegen. Ich kann ihn jedem empfehlen, der gerne mit Menschen arbeitet und Sinn in seiner Tätigkeit finden möchte.